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Am 24.07.2010 fand in Duisburg die Loveparade statt. Im Kulturhauptstadtjahr hatten sich viele Hoffnungen an dieses Gro├č-Event gekn├╝pft. ├ťber eine Million Raver*innen wurden erwartet. Doch die friedliche Technoparty wurde zur Todesfalle: Im Zugangsbereich entstand ein Gedr├Ąnge, bei dem 21 Menschen starben und ├╝ber 600 verletzt werden. Das Geschehen auf dem Gel├Ąnde des alten G├╝terbahnhofs ist voller Widerspr├╝che. Die Menschenmasse, deren Energie vielleicht den Kern der Ravekultur ausmacht, wird auf schreckliche Weise zu einer t├Âdlichen Bedrohung. Menschen feiern ausgelassen, ohne wissen zu k├Ânnen, dass in unmittelbarer N├Ąhe andere sterben. Bis heute ist die Frage, ob es sich eher um ein tragisches Ungl├╝ck oder um schuldhaftes Versagen bei Veranstaltern, Stadtverwaltung und Sicherheitskr├Ąften handelte, nicht gekl├Ąrt. Anfang 2019 empfiehlt das Gericht, das Verfahren einzustellen. In der Begr├╝ndung hei├čt es, neben den Planungsfehlern sei ÔÇ×ein kollektives Versagen einer Vielzahl von Personen am Veranstaltungstag f├╝r das Ungl├╝ck mitverantwortlich.ÔÇť F├╝r unsere Region ist die Loveparade eine unverheilte Wunde. Dass die Fragen nach Schuld und Verantwortung wahrscheinlich unbeantwortet bleiben werden, ist ein Teil davon. Das Rechercheprojekt Parade 24/7 ist ein Versuch, sich diesem Ungl├╝ck auf der Basis von Interviews, Zeugenaussagen, Protokollen und Medienberichten mit theatralen Mitteln zuzuwenden.

Am Sonntag vor der Premiere gibt das Regieteam einen Einblick in die Produktion und den Arbeitsprozess. Der Eintritt ist frei.