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Aktuell

„Eine intensiv gespielte, vom aufopferungsvollen Ensemble hervorragend gemachte Fragestellung (…) und eine hochinteressante Choreographie von Constantin Hochkeppel. Es ist wichtig, das Thema in der Diskussion zu halten – das leistet dieser Abend.“
(Stefan Keim, WDR3 Mosaik, 20.2.20)

„“Parade 24/7″ ist ohne Frage Kunst, und zwar eine Kunst, die nach Zwischentönen sucht, die keine vorgefertigten Antworten gibt, die Räume für Gedanken und Debatten lässt.“
(Sascha Westphal, Nachtkritik, 20.2.20)

„Ein Schauspiel gegen das Vergessen. Greb sucht in radikaler Reduktion eine szenische Entgegnung. So sachlich die Textfassung das unfassbare Mosaik aus Zufall, Dummheit, Gier nach Geltung, Versagen, Überforderung, Opportunismus und Event-Geilheit zusammenfügt, so kreativ zeigen sich die Mittel der Regie. Gerade weil dieser Fall bis heute sprachlos machen kann, tut es gut, dass Theater nicht dazu schweigt.“
(Lars von der Gönna, WAZ, 20.2.20)

„Die im Vorfeld geäußerte Sorge, dass das Theater auf Sensationslust aus sein könnte, hat das Ensemble entkräftet. Die Inszenierung hinterfragt mutig, wie es zu der Katastrophe kommen konnte und was in einem System falsch läuft, in dem die Aufarbeitung der Tragödie ohne strafrechtliche Konsequenzen für eine Vielzahl von mutmaßlichen Schuldigen bleibt.“
(Anja Katzke, RP, 21.2.20)

„Wie Ulrich Greb den O-Tönen keinen erdichteten Text hinzufügt, so fügt „Parade 24/7“ auch der Loveparade, der Katastrophe wie der gescheiterten Aufarbeitung, nichts hinzu. Warum man sich das ansehen muss (und „Parade 24/7“ unbedingt in Duisburg, Düsseldorf, Essen… gezeigt werden sollte)? Weil „Parade 24/7“ mit dem nicht nachspielenden, aber bis zur Erschöpfung intensiven, überwältigenden Nachvollzug der Katastrophe kurz vorm absehbaren Ende der juristischen Aufarbeitung schreit: Das kann, das darf so nicht stehen bleiben.“
(Thomas Warnecke, Stadtpanorama, 23.2.20)

„Mit Projekten wie „Parade 24/7″ zeigen Ulrich Greb und das Sclosstheater Moers, dass Bühnen wirklich ein gesellschaftliches Forum sein können.(…) Hier ist eine berührende, vielschichtige, kritische und offene Aufführung gelungen. Das Theater leistet einiges, was Gerichte und Politiker nicht geschafft haben.“
(Stefan Keim, Welt am Sonntag, 1.3.20)

Vorberichterstattung:

  • Zur Kritik am Loveparade-Theaterstück: Ulrich Greb im Interview mit Jan Skrynecki von Studio 47.live. Die Aufzeichnung gibt es hier zum Anschauen.
  • Kontroverse um Loveparade als Theaterstück: Den Beitrag von Martin Rosenbach bei WDR Westart gibt es hier zum Anschauen.
  • Schlosstheater Moers zum Loveparade-Stück. Den Beitrag von Radio K.W. können Sie hier als Podcast anhören.