Pressestimmen zu Leonce und Lena

„Da gab es Theater zum schwindelig werden. Alles dreht sich – auf einer von den Schauspielern Frank Wickermann und Matthias Heße im Nebenjob handbetriebenen Drehbühne. Die Reise nach Italien, mit der Leonce seiner Langeweile entfliehen will, wird zum psychedelischen Drogen-Trip voller bunter Bilder und Musik. Björn Gabriel bedient in seiner Inszenierung ambitioniert alle Sinne. Video-Clips mit rasenden Wolken oder beweglichen Strukturen aus Blättern oder Wiesen gestalten den Hintergrund. Zuweilen läuft das Schauspiel hinter den Kulissen ab und wird mit ruckeligen Kamerabewegungen übertragen. (…) Auf der Bühne steht ein Baugerüst, auf dem die Akteure kühn herumturnen und auf genau einem Quadratmeter Brett stehen, das die Welt bedeutet. (…)

Der Zuschauer jedenfalls ist bei dieser Inszenierung durchaus gefordert, nicht zuletzt durch eine gewisse Eile des Erzählens bei gleichzeitiger Bilderflut. Schöne, neue Welt mit einem alten Stück. Gleichwohl fühlte sich das Premierenpublikum gut unterhalten und dankte einem sehr stark aufspielenden Ensemble mit lang anhaltendem Applaus.“

(Karen Kliem, NRZ)

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