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Irgendwo in den europĂ€ischen Alpen liegt das Hotel „Zur schönen Aussicht“: Doch die GĂ€ste bleiben aus und das Personal hat sich von der Außenwelt isoliert. Der Hotelbesitzer ist lĂ€ngst pleite, der Chauffeur hat mindestens einen Mord auf dem Gewissen, der ebenfalls kriminelle Kellner sucht seine Schuhe, der verschuldete Spieler droht mit Suizid und alle dienen der Baronin, die als einzig zahlender Gast das Machtzentrum in diesem Biotop markiert. Nach und nach fallen alle Grundwerte einer liberalen Gesellschaft im Kampf um den grĂ¶ĂŸtmöglichen eigenen Vorteil. Als die junge Christine verkĂŒndet, ein Kind vom Hotelbesitzer zu haben, verschwört sich die Gruppe gegen sie und die Lage eskaliert.

Wie in einem Laborexperiment lĂ€sst HorvĂĄth in seinem 1926 entstandenen StĂŒck unterschiedliche soziale Klassen und Lebensmodelle aufeinanderprallen. Das Ergebnis ist ein bitteres und sehr komisches Panoptikum der Zwischenkriegszeit, das mehr mit der aktuellen Situation in Europa zu tun hat, als uns angenehm ist.

Inszenierung: Ulrich Greb
BĂŒhne: Birgit Angele
KostĂŒme: Elisabeth Weiss
Dramaturgie: Larissa Bischoff
Bewegungskomposition: Michael Hess
Mit Magdalene Artelt, Patrick Dollas, Lena Entezami, Matthias Heße, Roman Mucha, Elisa Reining, Frank Wickermann

Mit UnterstĂŒtzung der Freunde des Schlosstheaters e. V.

Trailer: Lukas Raber