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Aus buddhistischer Sicht gibt es keinen Grund, sich vor dem Tod zu fürchten. „Lü“, das tibetische Wort für Körper, bezeichnet „etwas, das man zurücklässt“ – etwa wie ein Gepäckstück. Es ist wichtig und wesentlich, schon im Leben zu begreifen, dass der Körper eine Illusion ist – um ihn gut zurücklassen zu können. Deshalb holen die Buddhisten sich das „Tibetische Totenbuch“, diesen „Reiseführer“, nicht erst ins Bewusstsein, wenn der Sterbeprozess beginnt – sondern beschäftigen sich zu Lebzeiten immer wieder mit diesem Text und machen sich mit den Stationen des Lebens und Sterbens vertraut.
Im Laufe eines Lebens gibt es viele Situationen, in denen wir mit sogenannten „kleinen Toden“ konfrontiert werden – und uns mit Fragen des „Loslassen“, „Sterben lassen“ beschäftigen müssen. Das „Tibetische Totenbuch“ kann in solchen Situationen ein Ratgeber sein, weil es einen Weg weisen will, immer wieder zurück zu sich selbst, zum eigenen Frieden zu kommen.

Volker Bechert ist Diplom-Pädagoge, Heilpraktiker und Asienexperte. Er arbeitet in seiner Praxis vor allem psychotherapeutisch mit Einzelnen, Paaren und Gruppen. Seit 1984 leitet er das Institut für Integrative Therapie in Erlangen.