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Wie sehen Hormone aus? Wie klingt Verdauung als Musik? Wie kommuniziert ein Krebs? Und warum kann der Blinddarm nicht mehr sehen? Für Körperatlas begeben sich vorschlag:hammer gemeinsam mit dem Ensemble auf eine Forschungsexpedition in den menschlichen Körper. Dafür reisen sie in sein Inneres und berichten von dort: Aus der Perspektive von Herz, Zunge, Pupille und Darm beobachten sie Prozesse von Atmung und Verdauung, vom Wachsen und Entstehen, aber auch von Verfall und Krankheit. Die spektakulären mikroskopischen Prozesse zwischen Norm und Abweichung, die tagtäglich größtenteils unbemerkt in uns ablaufen, werden unter die Lupe genommen und für das Publikum auf der Bühne vergrößert.

Doch wie über den Körper, seine Struktur und seine Norm gesprochen wird, ist stets auch Ausdruck der herrschenden gesellschaftlichen Umstände, in die die Körper der Menschen eingebunden sind. Wie politisch ist das Konzept Körper selbst organisiert? Was also erzählen unsere Körper über die Gesellschaft, in der wir leben? Die Inszenierung entsteht als Stückentwicklung mit dem Ensemble auf Basis einer umfassenden Recherche mit Körper-Expert*innen. Dabei offenbart sich ein buntes, polyphones Spektakel der Körperphänomene, ein „Es war einmal das Leben“ als postdramatisches Bildertheater.

vorschlag:hammer entwickelt seit 2009 als Kollektiv Theaterproduktionen. Im Rahmen des Fonds Doppelpass Plus der Kulturstiftung des Bundes entsteht für den Arbeitszeitraum von zwei Jahren ein Co-Kooperations-Dreieck mit dem Schlosstheater Moers und dem ROXY Birsfelden in der Schweiz unter dem Motto „Organismen“. Der sich stets ergänzende künstlerische Kern von vorschlag:hammer besteht aus Kristofer Gudmundsson, Gesine Hohmann, Stephan Stock und Bernhard laDous. vorschlag:hammer ist Teil des Netzwerks cobratheater.cobra.

Gefördert im Fonds Doppelpass der Bundeskulturstiftung

In Kooperation mit dem Ringlokschuppen Ruhr

Mit: Patrick Dollas, Lena Entezami,
Kristofer Gudmundsson, Matthias Heße,
Gesine Hohmann, Stephan Stock

Inszenierung: vorschlag:hammer
Bühne: Lea Kissing
Kostüme: Mascha Mihoa Bischoff
Produktionsleitung: Bernhard la Dous
Dramaturgie: Philipp Scholtysik
Regieassistenz: Kristina Zalesskaya