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JUDAS: ein Wort, ein Name, eine Vorstellung – von jemandem, der schuldig ist. Seit zwei Jahrtausenden steht sein Name unwiderruflich f√ľr Verrat, T√§uschung und L√ľge. Doch bleibt er ein Negativ-Abdruck, ein Schatten: einer, √ľber den erz√§hlt wird und den man l√§ngst verurteilt hat. Jetzt aber bricht er sein Schweigen. Seine Geschichte handelt von Freundschaft und davon, wie eine einzige Entscheidung eine Lawine ausl√∂sen kann. Durch seinen Verrat stirbt Jesus. Doch nur so kann dieser auferstehen und eine Weltreligion begr√ľnden. K√∂nnte Judas nicht auch ein Held sein? Warum wird der eine Heiland, w√§hrend der andere √ľber Jahrtausende alle Schuld der Menschheit auf sich l√§dt? „Judas“ erz√§hlt von Identit√§t und Zuschreibung und vor allem vom gro√üen Zweifel. Seine Version kratzt an Weltbildern und stellt damit nicht zuletzt auch unsere Kategorien von richtig und falsch schonungslos infrage.

Kathrin Leneke, ehemals Regieassistentin am Schlosstheater, inszeniert den Text der niederländischen Autorin Lot Vekemans.

 

Inszenierung: Kathrin Leneke
Mit: Frank Wickermann
Dramaturgie: Larissa Bischoff