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Hedda und ihr frischgebackener Ehemann Tesman sind gerade aus den Flitterwochen zurückgekehrt. Doch das Projekt des bürgerlichen, kreditfinanzierten Bilderbuch-Idylls mit repräsentativem Anspruch gerät schnell in Gefahr: Eilert Lövborg, Tesmans alter Studienkamerad, Dauerkonkurrent und Heddas ehemalige amour fou, kehrt aufs publizistische Podium zurück und macht Tesman die in Aussicht gestellte Professur streitig. Und Hedda ist in ihrer Ehe alles andere als glücklich…

Hedda Gabler könnte eine Boulevardkomödie sein, wenn es am Ende des Stückes nicht vier Tote gäbe. Die Differenz zwischen Komödie und Tragödie macht sich nur am Preis fest, um den gespielt wird: Es geht ums ganze Leben. In dieser Welt sind alle Verbindungen zu Menschen Warenbeziehungen, der zu erzielende Vorteil steht im Vordergrund: Macht über die Mitmenschen zu gewinnen, wird zum höchsten Lustfaktor. Hedda, selbst eine geschickte Akteurin in diesem Spiel, stellt dem ihre Idee von einem schönen, einem ästhetisch gelebten Dasein entgegen. Diese erweist sich jedoch als genauso totalitär und geht buchstäblich über Leichen. Alle Figuren werden in ihrer Berechnung heimgesucht von den Gespenstern ihrer gescheiterten Hoffnungen und Träume. Und der Kampf um das eigene Lebensmodell wird umso härter und rücksichtsloser ausgefochten – „mit jeder Waffe, die zur Verfügung steht.“

 

Jörgen Tesman, Privatdozent für Kulturgeschichte Matthias Heße
Frau Hedda Tesman, seine Frau Magdalene Artelt
Fräulein Juliane Tesman, seine Tante Matthias Heße
Frau Elvsted Marissa Möller
Amtsgerichtsrat Brack Frank Wickermann
Eilert Lövborg Patrick Dollas

Inszenierung Ulrich Greb
Bühne und Kostüme Birgit Angele

Animationsfilm sputnic (Malte Jehmlich)

Dramaturgie Annika Stadler

Gefördert durch das NRW KULTURsekretariat und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des LAndes Nordrhein-Westfalen.

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Mit freundlicher Unterstützung der Freunde des Schlosstheaters e.V.

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