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Kaum ein Stoff ist während der Corona-Pandemie aktueller als DIE PEST von Albert Camus: Eine Stadt im Ausnahmezustand, Quarantäne für die Gesunden, Isolation für die Kranken, ein Arzt, der mit seinen Helfern unermüdlich versucht, die unkontrollierbare Situation unter Kontrolle zu bringen, Behörden, deren Funktionsfähigkeit auf dem Prüfstand steht, Menschen, die von Ihren Liebsten getrennt solange ausharren, bis die Tore der Stadt wieder geöffnet werden… Doch Camus PEST weist über die Pandemie hinaus. Während der deutschen Besatzung Frankreichs im zweiten Weltkrieg verfasst, ist DIE PEST auch eine Parabel auf ein Denken in den Kategorien von Freund und Feind. Wie in einer Versuchsanordnung stellt die Inszenierung von DIE PEST die Frage nach Abschottung und Solidarität. Denn: wer ist drinnen und wer draußen? Und wer kann sich dessen schon sicher sein?

Die Inszenierung von DIE PEST ist in einer ersten Zusammenarbeit mit dem Puppenspieler Joost van den Branden und dem Improviser in Residence 2019, Emilio Gordoa entstanden.

Mit Patrick Dollas, Ekkehard Freye (als Gast), Matthias Heße, Emily Klinge, Roman Mucha und Elisa Reining
Inszenierung: Ulrich Greb
Bühne und Kostüme: Birgit Angele
Dramaturgie: Viola Köster
Sounds: Emilio Gordoa
Coaching Puppenspiel: Joost van den Branden
Regieassistenz: Kristina Zalesskaya

Eine Kooperation mit dem moers festival.