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Was haben Ophelia, Julia, Louise, Marie, Gretchen, KĂ€thchen, Lulu und Judith gemeinsam? Sie alle opfern sich seit Jahrhunderten fĂŒr die Liebe und sterben vor unser aller Augen beeindruckende BĂŒhnentode. Sie stammen aus Welten, die von mĂ€nnlichen Autoren entworfen wurden, ihr Handlungsspielraum wird von mĂ€nnlicher Macht bestimmt. Noch immer dominieren die Klassiker die SpielplĂ€ne der Theater, noch immer herrscht auch dort strukturelle Ungleichheit der Geschlechter. Höchste Zeit, genauer nachzufragen. Wie ist es, in jeder Vorstellung zu sterben, wĂ€hrend der mĂ€nnliche Kollege wieder vorne an der Rampe steht und spricht? Was macht eine gute Hauptrolle aus? Und wie genau stirbt eigentlich Lady Macbeth? Ui. Denken Sie jetzt vielleicht. Ist das jetzt so ein FRAUENstĂŒck? Ja. Und nein. Die Mutter aller Fragen ruft die Frauenfi guren der Theatergeschichte zusammen, denn gemeinsam sind sie stĂ€rker. Drei Schauspieler*innen loten die Grenzen zwischen Anti-Kanon, Interview, Verhör und grotesker Quizshow aus und rĂŒcken dabei Fragen von Rollenklischees und Zuschreibungen ins Licht.

Text und Regie: Susanne Zaun
BĂŒhne und KostĂŒm: Mari-Liis Tigasson
Dramaturgie: Larissa Bischoff
Mit: Lena Entezami, Matthias Heße, Elisa Reining