//

VERGRÖSSERN: STRG [+] / STRG [-]

kalender
„O mein Gemahl! Kannst du mir g√ľtig sagen,
Warst dus, warst du es nicht? O sprich! Du warsts!“
„Ich wars. Seis wer es wolle.“

Amphitryon hei√üt w√∂rtlich √ľbersetzt ‚Äěder, den es zwei Mal gibt‚Äú. Der siegreiche Feldherr Amphitryon kehrt zu seiner Frau Alkmene zur√ľck. Was ihn zu Hause erwartet, ersch√ľttert ihn jedoch weit mehr als die erlebten Kriegswirren: Alkmene be- hauptet, mit ihm noch vor wenigen Stunden eine g√∂ttliche Nacht verbracht zu haben. Doch wer immer in dieser Nacht bei ihr war ‚Äď Amphitryon wei√ü, er war es nicht. Was er nicht wei√ü: Der G√∂ttervater Jupiter selbst ist aus dem Olymp herabgestiegen, um Alkmene in der Gestalt ihres Gatten nachzustellen. Kleist treibt in seinem ‚ÄěAmphitryon‚Äú von 1807 der gleichnamigen Vorlage¬†von Moli√®re die Gesellschaftskom√∂die aus und r√ľckt den Identit√§tsdiebstahl ins Zentrum. Mittels der Doppelung der Figuren spielt er mit der Fragilit√§t von Identit√§t, im Spannungsverh√§ltnis zwischen dem Erf√ľllen konventioneller gesellschaftlicher Rollen und wahrhaftiger Selbsterkenntnis ‚Äď und Realisierung. Ein (Selbst-)Vertrauen und Gef√ľhlsgewissheit auslotendes Dilemma, dem Alkmene mit ihrem ber√ľhmten ‚ÄěAch!‚Äú auf unnachahmliche Weise Ausdruck verleiht.

Amphitryon, Feldherr der Thebaner / Jupiter Frank Wickermann
Alkmene, Gemahlin des Amphitryon Katja Stockhausen
Sosias, Amphitryons Diener / Merkur, Jupiters Diener Matthias Heße
Charis, Gemahlin des Sosias Marissa Möller

Inszenierung Matthias Schönfeldt
Ausstattung Birgit Angele
Dramaturgie Nicole Nikutowski
Regieassistenz Kathrin Leneke
Regiehospitanz  Björn Nienhuys
Regiepraktikantin Swantje Jäger