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In einer Produktion des feXm mit dem Schlosstheater Moers verwirklicht der Komponist und Bildende KĂĽnstler François Sarhan sein vierteiliges Musiktheater-Projekt „The Suitcase – Verloren in Moers“. Innerhalb der Erzählform einer Detektivkomödie, deren Handlung in Moers angesiedelt ist, betreibt „The Suitcase“ ein surrealistisches Vexierspiel um Obsession, Realitätsverslust und Metamorphose. Elemente von Film treffen auf solche von Installation und Performance.

Auch im dritten Teil „Trolle und Legenden“ befinden sich die Protagonist*innen noch immer auf der Jagd nach einem geheimnisvollen Koffer, den jede*r besitzen zu mĂĽssen meint. Alle scheinen hierbei seltsamerweise im Auftrag derselben Person, einer mysteriösen Russin, zu arbeiten, jede*r betreibt unterdessen aber ein eigenes falsches Spiel. Im Mittelpunkt von „Trolle und Legenden“ steht der Taxifahrer Schmuk (Matthias HeĂźe), der sogar seiner Lebensgefährtin Monika (Lena Entezami) nicht mehr traut und dem seine Paranoia zum Verhängnis wird. Der zwielichtige Gauner Ladislas (Patrick Dollas) scheint hingegen mehr zu wissen als alle anderen…

François Sarhan, geboren 1972 in Rouen, gehört zu den originellsten Vertretern neuer Formen im Musiktheater. Wie im vorliegenden Projekt betätigt er sich oft gleichzeitig als Komponist, Texter, Bildender KĂĽnstler, Regisseur und Performer. StĂĽcke Sarhans wurden u. a. bei den Donaueschinger Musiktagen, dem Berliner Festival MaerzMusik, beim Festival d’Aix-en-Provence, bei der Ars Musica BrĂĽssel, beim Festival Musica Strasbourg, beim Brighton Festival und bei den Bregenzer Festspielen aufgefĂĽhrt.

»The Suitcase« setzt sich als Projekt aus vier Teilen zusammen, die zwischen Oktober 2017 und Juni 2018 präsentiert werden. Zu den Schauspieler*innen des Schlosstheaters gesellt sich ein Ensemble von Musiker*innen aus dem Bereich zeitgenössischer Musik. Alle Teile von „The Suitcase“ funktionieren als eigenständige Musiktheater-Abende, die Kenntnis der anderen Teile ist keine zwingende Voraussetzung.

Regie/ Text/ BĂĽhne/ Komposition: François Sarhan
Dramaturgie: Roland Quitt (feXm), Larissa Bischoff
Mit: Sabine Akiko Ahrendt (Strohgeige), Annegret Meyer-Lindenberg (Strohviola), Ernst Surberg (Keyboard), Patrick Dollas, Lena Entezami, Matthias HeĂźe (Schauspieler*innen), François Sarhan (Live-Video)

Mit dem Fonds Experimentelles Musiktheater [feXm] bieten das NRW KULTURsekretariat und die Kunststiftung NRW seit 2005 Teams von TheatermacherInnen die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit Schauspiel- und Opernhäusern in NRW experimentelle Musiktheaterprojekte zu realisieren. Seit 2015 richten sich die vom Fonds getragenen Projekte auf eine prozessorientierte und ergebnisoffene Arbeit, jeweils mit mehreren öffentlichen Vorstellungen. Der »Fonds Experimentelles Musiktheater« ist eine gemeinsame Initiative von NRW KULTURsekretariat und Kunststiftung NRW.