
König Lear
von: William Shakespeare – Deutsch von Frank Günther
König Lear gibt seine Macht ab und will doch König bleiben. Aus diesem Dilemma entwickelt Shakespeare eine seiner dunkelsten Tragödien. Was bringt den mächtigen Herrscher Lear wider jede Vernunft und blind für die Falschheit seiner Töchter dazu, sein Reich ausgerechnet in ihre Hände zu geben? Tolstoi warf dem Stück vor, alle Personen „leben, denken, sprechen und handeln völlig unangemessen“. Auf der „großen Narrenbühne“ wird der professionelle Narr überflüssig und wirklich wahnsinnig wird, wer die Ordnung der Welt für vernünftig hält.
In seinem theatrum mundi führt Shakespeare mit märchenhafter Stilisierung den Zerfall einer Weltordnung vor und wie der Versuch, im freien Fall an der alten Ordnung festzuhalten, bizarre Verhaltensweisen generiert. Tragische Charaktere verwandeln sich in groteske Endzeit-Clowns.
Reinhart Firchow, emeritierter Professor für Schauspiel der Folkwang Hochschule Essen, spielt König Lear. Er spielte an vielen deutschsprachigen Bühnen und gehörte lange Zeit zum Ensemble des Theater an der Ruhr Mülheim und der Schaubühne Berlin.
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Pressestimmen:
"In diesem Stück geht es um das Zerbrechen verlässlicher Ordnungen", erklärt Ulrich Greb, der den "Lear" in der Moerser Theaterhalle inszeniert. "Außerdem spiegeln sich darin bereits frühkapitalistische Zustände." Auch der Bochumer Intendant Elmar Goerden sagt: "In der Hauptsache geht es um Verteilung von Besitz und Kapital in einer Welt, in der man für eine Gabe seinerseits auch eine entsprechende Leistung erwartet." (Stefan Keim, WELT AM SONNTAG, 25. Oktober 2009)
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"Ulrich Greb präsentiert in seiner Inszenierung unglaublich dichte Bilder, pralles, ideenreiches Theater, das die Zuschauer unaufhörlich beschäftigt, und verlangt den vier Schauspielern viel ab – nicht nur, weil sie Doppelrollen haben, sondern weil es ein sehr körperliches, temporeiches Spiel ist." (Karen Kliem, NRZ, 9. November 2009)
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"Ein starkes Ensemble zog das Publikum in einer puristischen Inszenierung in den Bann. Lears Königreich besteht aus 110 Umzugskartons, aus drei aufeinander gestapelten Türmen. Lear löst seinen Haushalt auf, teilt das Land unter seinen Töchtern auf, um die Sorgen und Mühen von seinen alten Schultern zu lassen. Vor dem Erbe steht aber der Liebesbeweis. Goneril und Regan verstehen es, zu schmeicheln, Cordelia, die jüngste, nicht. Eitelkeit und Herrschsucht lassen Lear die Zuneigung seiner jüngsten Tochter verkennen. Aus Wut zerschlägt er das Erbe, die Kartons des dritten Turms purzeln zu Boden. Die Tragödie nimmt ihren unheilvollen Lauf. Regisseur Ulrich Greb, Intendant des Schlosstheaters, inszeniert Shakespeares Tragödie "König Lear" puristisch, setzt auf die Sprache und bewirkt mit wenigen Mitteln große, symbolkräftige Bilder." (Anja Katzke, RHEiNISCHE POST, 9. November 2009)
Inszenierung
Bühne & Kostüme
Dramaturgie
Schauspielensemble
Reinhart Firchow, Matthias Heße, Lisa Karlström, Frank Wickermann
Musik
Spielstätte:
Theaterhalle
Premiere:
07.11.2009
Termine:
07.11.2009 19:30 Uhr
08.11.2009 18:00 Uhr
17.11.2009 19:30 Uhr
21.11.2009 19:30 Uhr
22.11.2009 18:00 Uhr
04.12.2009 19:30 Uhr
06.12.2009 18:00 Uhr
10.12.2009 19:30 Uhr
12.12.2009 19:30 Uhr
21.01.2010 19:30 Uhr
24.01.2010 18:00 Uhr
29.01.2010 19:30 Uhr Fällt aus
30.01.2010 19:30 Uhr Fällt aus
06.02.2010 19:30 Uhr Fällt aus
07.02.2010 18:00 Uhr Fällt aus
20.03.2010 19:30 Uhr
26.03.2010 19:30 Uhr
29.04.2010 19:30 Uhr
30.04.2010 19:30 Uhr
07.05.2010 19:30 Uhr
08.05.2010 19:30 Uhr