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89 Quadratmeter, 1 Ehepaar und 1,47 Kinder: Familie Schmidt liegt in der Mitte, genau auf dem Schnitt. Als typisch deutsche Durchschnittsfamilie hat sie sich in ihrem Eigenheim eingerichtet und teilt dort Gewohnheiten, Vorlieben und Rituale. Der Esstisch wird zum Zentrum des Familienlebens, an dem eine Choreographie des AlltĂ€glichen zugleich Banales und Bedeutsames zutage treten lĂ€sst. Auf der Basis von Deutsch-Als-Fremdsprache-Texten, Statistiken und Umfragen kreiert Regisseurin Susanne Zaun ein Musterfamilien-Drama mit einem Chor der Schmidts. Das deutsche Durchschnitts-Wohnzimmer wird dabei zur BĂŒhne, auf der die „Keimzelle der Gesellschaft“ seziert wird. Was ist das vermeintlich Normale, wie wird es reprĂ€sentiert und was hat es mit uns zu tun? In einer humorvoll-grotesken Versuchsanordnung werden tief verwurzelte Stereotype und Rollenbilder untersucht und neu zusammengesetzt. Denn Klischee, das sind immer die Anderen.

 

Text und Inszenierung: Susanne Zaun
BĂŒhne und KostĂŒme: Mamoru Iriguchi
Dramaturgie: Larissa Bischoff
Mit Magdalene Artelt, Matthias Heße, Patrick Dollas, Lena Entezami und Frank Wickermann